Die
Stadt Kronach ist finanziell handlungsunfähig. Das bescheinigte
der kommunale Prüfungsverband der Stadt in einem Gutachten. Er
bemängelte die enorme Verschuldung der Kommune von rund 55 Millionen
Euro und zu hohe Ausgaben in mehreren Teilbereichen. Allein die daraus
sich ergebenden 2,2 Millionen Euro Zinsen verschlingen jedes Jahr einen
Teil des städtischen Haushalts, und das ohne Tilgung. Zur Lösung
der Probleme riet der Verband zu einer umfangreichen Streichliste, über
die der Kronacher Stadtrat debattieren soll. Bürgermeister Beiergrößlein
(Freie Wähler) kündigte als ersten Schritt ein Haushaltssanierungskonzept
an, das bis Ende März stehen soll.
NPD-Kreisvorsitzender
Kai Limmer sagte dazu heute: "Weil Kronach in der Schuldenfalle
sitzt, dürfte der umstrittene Aufzug zum Melchior-Otto-Platz, der
auch auf das historische Stadtbild zerstörend wirkt, endgültig
auf Eis gelegt werden." Außerdem rät Limmer den Stadträten:
"Hände weg von der spätmittelalterlichen Festung Rosenberg
und der historischen Altstadt!".