Kronacher Propagandatafel bleibt: "Zahlen nicht
zu beanstanden"
Seit
3. Oktober 2008 [richtig ist 2007!] prangt im Kühnlenzhof in
der oberfränkischen Stadt Kronach eine auf Stahlblech verewigte
"Mahnung". "Von 1990 bis 2005 starben in Deutschland
mehr als 130 Menschen durch rechtsextreme Gewalt! Wo stehst du?"
- so lautet die Aufschrift der Tafel, die auf Betreiben des Kreisjugendringes
dort angebracht wurde.
Dagegen antwortete die Bundesregierung der Bundestag[s]fraktion "Die
Linke" auf eine Anfrage, daß dem BKA "für die
Jahre 1990 bis 2007 insgesamt 40 Todesopfer rechts motivierter Gewalt
gemeldet" wurden. Auf diesen eklatanten Widerspruch wies der
NPD-Kreisverband Lichtenfels/Kronach den Bürgermeister, die Stadtratsmitglieder
und den Landrat schriftlich hin. Die Nationaldemokraten fordern, daß
entweder die Angaben auf der Tafel richtiggestellt oder die "volksverhetzende
Metalltafel" entfernt und entsorgt wird. Sie boten sogar an,
letzteres unentgeltlich selbst zu übernehmen.
Mit reichlich Verspätung hat sich nun der Kronacher Bürgermeister
Wolfgang Beiergrößlein (Freie Wähler) zu einer Antwort
durchgerungen. Er teilt mit, daß die auf der Tafel genannten
"Zahlen auf tatsächlich erhobenem Zahlenmaterial beruhen
und somit nicht zu beanstanden sind". Auf den Widerspruch zu
den von der Regierung genannten Zahlen geht er nicht ein, erwähnt
auch nicht, wer denn die Zahlen "tatsächlich erhoben"
hat. Grundlage ist nämlich eine mehr als fragwürdige "Recherche"
linker Journalisten sowie die noch dubioseren Angaben extrem linkslastiger
Antifa-Vereine. N&E hatte die Ungereimtheiten bereits im März
2008 en detail aufgedeckt. Mit den Phantasiezahlen tourt auch eine
Agitprop-Schau der "Künstlerin" Rebecca Forner seit
Jahren wie ein Wanderzirkus durch Deutschland.
Das Kronacher Stadtoberhaupt aber belehrt die Kritiker: "Im übrigen
halte ich einen Streit darüber, daß hier weniger Menschen
ermordet wurden, als die Tafel aufzeigt, für moralisch äußerst
bedenklich. Macht dies die Gewalt wohl weniger schlimm?" Nein,
aber die Forderung nach Wahrheit für "moralisch äußerst
bedenklich" zu halten, ist moralisch äußerst bedenklich.
Quelle: Nation & Europa, Heft Juli/August 2009, S. 14