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04.12.2011

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Wie sollen wir’s bezahlen? Den fränkischen Bezirken laufen die Kosten für „Soziales“ davon

Vor lauter Ratlosigkeit über eine verfahrene Finanzsituation beschloß die Sitzung des Sozialausschußes des Bezirks Unterfranken Ende November, den Etat erst Ende Januar wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Mit einem Minus von 33,6 Millionen Euro muß der Bezirk wohl an den Start für 2012 gehen. Der Freistaat weist den Bezirken laut Presseberichten zwar 40 Millionen Euro mehr zu, wovon Unterfranken 3,3 Millionen bekommt, doch das kann die Suppe nicht fett machen.
Die Sozialausgaben des Bezirkes explodieren. Im Jahr 2008 waren es gut 10 Millionen Euro, für das kommende Jahr warten Kosten in Höhe von fast 30 Millionen Euro. Darunter lassen sich alle Ausgaben der Eingliederungshilfen für geistig und körperlich Behinderte, psychisch und Suchtkranke, Altenhilfe, sowie Hilfe in außergewöhnlich belastenden Situationen fassen. Hilfen, die größtenteils dringend gewährleistet werden müssen. Zu dem zu erwartenden Defizit für 2012 kommt noch der Ausgleich der Defizite der vergangenen Jahre 2011 in Höhe von 18,9 Millionen und 2010 in Höhe von 11,4 Millionen. Während das 2011er Defizit noch aufgeschoben werden darf, muß für 2010 eingestanden werden, es fehlen dem Bezirk für den Ausgleich seines Sozialetats also 44 Millionen Euro.
Der Sozialstaat darf sich freuen über aktuelle Eurorettungsschirme in Milliardenhöhe, über Migrations- und Integrationsprogramme aller Art und muß sich beklagen über die Kosten, die Behinderte verursachen? So zählt der Leiter der Sozialverwaltung in Würzburg, Jochen Lange, akribisch die Zahlen über den Zuwachs von Schulbegleitern für geistig und/oder körperlich behinderte Kinder auf... Reißen uns nun unsre behinderten Kinder ins Verderben?
Interessanter verhält es sich da mit den Fällen von seelisch Kranken, Suchtkranken und auch den Alten, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Zum Einen, muß man sich in einer chronisch überalterten Gesellschaft wundern über steigende Altersausgaben? Muß man in der Anbetung eines seelenlosen, materialistischen Zeitgeistes über den Anstieg von seelisch Kranken erstaunen? Und zuletzt, muß man sich angesichts von kulturbereichernder Drogenkriminalität auf deutschen Schulhöfen über steigenden Bedarf an Suchtprävention, -therapie, und –folgekosten beklagen?
Wir meinen nicht!
Zum guten Schluß zeigt sich der Bezirk doch noch flüssig und fördert mit 30.000 Euro das junge und soziale Kompetenz fördernde Kooperationsprojekt „Landjudentum in Unterfranken“. Gott sei Dank!
 


Quelle: http://www.npd-bayern.de/
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