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18.11.2011

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Ein Anwerbeversuch vom Verfassungsschutz

Ich wurde 1988 NPD-Mitglied und trat 1989 den Jungen Nationaldemokraten (JN) bei. In der NPD war in ab Anfang der neunziger Jahre im Vorstand des Kreisverbandes Erlangen tätig. Nach dem Amtsantritt des Parteivorsitzenden Deckert war die Jugendarbeit in den JN mein Hauptbetätigungsfeld, so war ich zwei Jahre auch als deren Bundesorganisationsleiter. Im März 1996 wurde – nicht zuletzt durch die Arbeit der JN – Udo Voigt zum NPD-Parteivorsitzenden gewählt. Udo Voigt übertrug sofort einer ganzen Generation von JN-Aktivisten Verantwortung in der Partei – ich wurde in den Landesvorstand Bayern gewählt. Bis zum Jahre 2000 kam ich nie mit dem Verfassungsschutz in Berührung, man hatte zwar immer wieder gehört, daß der Inlandsgeheimdienst aktiv wäre, aber konnte sich nichts darunter vorstellen. Das änderte sich am 23. Juni 2000 - während des NPD-Verbotsverfahrens!

Ich kam – wie jede Woche – am Freitagabend von Montage nach Hause. Zu dieser Zeit war ich von meiner Firma in Marl im nördlichen Ruhrgebiet eingesetzt. Wir – meine Frau und ich – hatten 1997 ein Haus gebaut, etwas über 200 000 DM Darlehen aufgenommen und unser erstes Kind (nunmehr sind es drei) war damals zwei Jahre alt. Ich lud meine Frau und das Kind gleich ins Auto und wir führen in ein Nachbardorf zur Kerwa. Als wir wieder zu Hause waren, schloß ich die Haustür und plötzlich klingelte es. An der Haustür – also nicht am Hoftor – stand ein Mittfünfziger mit Hut – konservativer Typ -, der auf meine Frage, was er wolle, antwortete: „ Bewegung muß Partei ergreifen!“ Erst langsam wurde mir klar, was er meinte – es war das Motto der NPD-Veranstaltung in der Passauer Nibelungenhalle, an der ich allerdings nicht teilgenommen hatte. Ich fragte den Mann also nochmals, was er wolle. Er wiederholte. „Bewegung muß Partei ergreifen!“. Ich fragte ihn, ob er vom Verfassungsschutz sei. Er antwortete, er sei vom Innenministerium. Daraufhin forderte ich ihn auf, sofort das Grundstück zu verlassen und versuchte, die Tür zu schließen. Das gelang mir jedoch nicht, da der Herr vom Innerministerium seinen Fuß in die Tür stellte und rief: „Aber Herr Michaelis, Herr Michaelis, lassen Sie uns doch reden!“ Warum ich es tat, kann ich mir immer noch nicht richtig erklären, zumindest öffnete ich dem VS-Mann die Tür und ließ ihn ein. Meine Frau hatte sofort die Situation erfaßt, das Kind zu den Urgroßeltern geschafft, aus dem Büro das Diktiergerät geholt, es eingeschaltet und sich mit an den Wohnzimmertisch gesetzt. Der Agent versuchte mich als Spitzel zu gewinnen. Er lockte mit viel Geld, weil er wußte, daß wir noch hohe Schulden wegen des Hauses hatten. Er schmeichelte, daß ich intelligenter als die meisten CSU-Mitglieder – und NPD-Mitglieder - und mir eine Karriere beim Staat sicher sei, wenn ich mich jetzt richtig entscheiden würde.

Natürlich lehnten wir jegliche Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst ab und nach etwa einer halben Stunde war dem Agenten klar, daß hier nichts zu gewinnen war.

Das mit dem Diktiergerät zu großen Teilen aufgenommene Anwerbegespräch hatten wir einem Rechtsvertreter der NPD im damals anhängigen Verbotsverfahren übergeben.

Die mittlerweile eingestellte Wochenzeitung „Die Woche“ veröffentlichte das Gespräch damals komplett, in Claus Nordbruchs Buch „Der Angriff“ wird es auszugsweise wiedergegeben. Seitdem hat der Verfassungsschutz mich in Ruhe gelassen.

 

Das Gerede von V-Männern in der NPD ist natürlich politisch motiviert. Nachdem die langjährige Behauptung, die NPD bestünde aus einer Ansammlung von tumben Glatzköpfen mittlerweile selbst in den Redaktionsstuben und Propagandazentralen nicht mehr geglaubt wird, meint die politisch-mediale Klasse, die NPD von ihren Anhängern und Wählern mit der nicht minder falschen Behauptung isolieren zu können, es handele sich um eine Ansammlung von Agenten und Spitzeln. Die NPD beteiligt sich nicht an derartigen Spekulationen. Der Geheimdienst kann überhaupt keine Spitzel „platzieren“ weil die Vorstände von der Mitgliedschaft gewählt werden, diese sich daher auch ständig ändern und Leistungsverweigerer, Querulanten oder dubiose Gestalten nicht das Vertrauen der Mitgliedschaft erhalten. Insofern sollte man das Gerede über die V-Leute als das nehmen, was es ist: ein Teil des „Kampfes gegen rechts“, indem eine parteipolitische Opposition gegen die Parteien, welche unser Land ruinieren, als unwählbar punziert werden soll.

Nur zur Erinnerung: das SED-Regime hatte die DDR-Bürgerrechtsgruppen massenhaft mit Stasiagenten infiltriert, so sehr, daß manche Oppositionsgruppen sogar mehrheitlich aus Spitzeln bestanden. Und? Es verhinderte nicht, daß ein zutiefst bösartiges System von der Bildfläche verschwand. Mittlerweile befinden wir uns in der gleichen Situation. Die scheindemokratischen Systemparteien plündern unser Land aus, um Pleitestaaten und Pleitebanken zu „retten“. Die scheindemokratischen Systemparteien haben unser Land an ein demokratisch nicht legitimiertes Kommissarsregime in Brüssel ausgeliefert und somit unser Volk entmündigt. Die scheindemokratischen Parteien führen Kriege in fremden Ländern, die uns nichts getan haben, weil sie die Knechte der Hochfinanz sind. Die scheindemokratischen Parteien haben unser Land – gegen den bekannten Mehrheitswillen des deutschen Volkes – zum Einwanderungsland gemacht. Gegen die inländerfeindliche Politik der scheindemokratischen Systemparteien steht als einzig relevante Kraft die NPD. Deshalb die Hetze und Verbotsdrohungen seit ihrer Gründung im Jahre 1964. Sollen sie doch die NPD verbieten. Und dann? Verschwinden die Menschen, verschwinden vor allem die Probleme, für welche die scheindemokratischen Systemparteien alleine verantwortlich sind? Glauben die scheindemokratischen Verbotsbefürworter, daß es für den Lauf der Geschichte bedeutend ist, ob ein paar Dutzend NPD-Mitglieder hauptamtlich bei der Partei oder in einigen Landtagen beschäftigt sind oder nicht? Da werden die Betroffenen nach einem NPD-Verbot notfalls eben als Hartz-IV-Bezieher weitermachen, sollte man aufgrund seines ehemaligen Arbeitgebers keine Stelle mehr finden.
In Wahrheit haben die Scheindemokraten Angst, daß immer mehr Deutsche erkennen, daß der Kaiser nackt ist.
Freiheit, Identität und Gerechtigkeit bekommt man nicht geschenkt, man muß sie sich erkämpfen und dieser Kampf ist ehrenvoll, weil wir uns für unser Volk, für unser Land einsetzen. Muß man vor diesem Kampf Angst haben, muß man Bedenken haben, übertriebende Vorsicht walten lassen? Nein! Jeder muß sich im Spiegel anschauen können. Ein Mann darf nicht feige sein und muß bekennen, was er denkt und fühlt und glaubt. Daher lautet mein Lieblingszitat: "Wenn ein Mann nicht bereit ist, für seine Überzeugungen Nachteile in Kauf zu nehmen, dann taugt entweder der Mann oder die Überzeugung nichts!" (Ezra Pound)

Axel Michaelis


Quelle: http://www.npd-bayern.de/
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