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06.05.2005

Lesezeit: etwa 4 Minuten

NPD – Wahlkampfdemonstration

Nachdem die Bürgerinitiative „Wunsiedel ist bunt, nicht braun!“ mit ihrem umerzogenen Jugendinitiativkreis „gegen rechts“ und linksradikalem Fußvolk am 20.08.2005 den „Tag der Demokratie“ gefeiert hatte, gingen die meisten Bürger des Landkreises wohl davon aus, in diesem Jahr keine nationale Demonstration in ihrer Festspielstadt mehr bestaunen zu können. Kein Mensch wird jemals soviel Heuchelei an einem Tag erlebt haben, wie diese am 20. August 2005 in Wunsiedel zum Ausdruck gebracht worden ist. Die Selbstbeweihräucherung der „Musterdemokraten“, als wäre ihre Zirkusveranstaltung – und nicht der Gesinnungsstaat BRD mit all seinen totalitären Mitteln zur Einschränkung der Versammlungsfreiheit von Nationalisten – die Ursache für den (verbotsbedingten) Ausfall des diesjährigen Rudolf Heß – Gedenkens gewesen, erinnerte so manchen Zeitgenossen an die letzten Tage der DDR – die roten Fahnen des links-autonomen Gesindels taten ihr übriges.

Für viele Menschen mit einem Gespür für Meinungsfreiheit und Wahrhaftigkeit war es wenige Tage später fast zu schön, um wahr zu sein, als sie in der Lokalzeitung „Frankenpost“ lesen konnten, es würde eine NPD – Demonstration am 04.09. in Wunsiedel veranstaltet werden und es gäbe infolge des Wahlkampfes keinerlei juristische Handhabe, diese zu verbieten. Ein großer Unmut machte sich unter den „demokratischen“ Kräften Wunsiedels breit: „Es konnte nicht sein, was nicht sein darf!“ – und doch versuchten erneut nationale Deutsche, in der Kleinstadt für ihre Anliegen demonstrativ einzutreten.

„Politik für Deutschland! Keine Stimme den Parteien die Deutschland in Kriege verwickeln, Sozialabbau betreiben, Asylmissbrauch begünstigen, Milliarden ins Ausland verschenken, Arbeitslosigkeit nicht bekämpfen und Grundrechte einschränken.“ als Motto der NPD – Veranstaltung traf den Nagel genau auf den Kopf. Das Verbotsgeschrei der etablierten Kräfte im Landkreis wurde immer lauter. Man unterstellte, die Wahlkampfkundgebung besitze den Charakter einer Ersatzveranstaltung für den verbotenen Rudolf Heß - Marsch. Diese haltlosen Vorwürfe wurden schließlich vom Versammlungsleiter Axel Michaelis, seines Zeichens Landesgeschäftsführer der NPD – Bayern, entschieden zurückgewiesen. Der Funktionär betonte in seiner Begrüßungsrede am 04.09.2005 vor knapp 150 Teilnehmern, dass gerade im strukturschwachen Fichtelgebirge, wo die Auswirkungen der Globalisierung

und des Versagens der herrschenden Politkaste besonders drastisch seien, nationaler Protest unbedingt notwendig ist.

Gleich danach konnte der NPD – Landesvorsitzende Ralf Ollert am Rednerpult in Empfang genommen werden. Dieser ging mit den etablierten Parteien aller Couleur ins Gericht und betonte dabei deren Verantwortung für die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland. Die Politik der Kartellparteien CDU / SPD / FDP / Grüne / Linkspartei manifestiere sich unter anderem daran, dass die Interessen des deutschen Volkes bewusst ignorieren. Während diese Kreise einerseits den Niedergang des über 100 Jahre hinweg funktionierenden deutschen Sozialsystems eingestehen müssen, werden auf der anderen Seite Millionen von Fremden nach Deutschland gelassen, die in überproportionalem Umfang Leistungen, wie Rente, Sozialhilfe oder Kindergeld beziehen Darüber hinaus importiert man billige Waren, die i Fernost zu Dumping-Löhnen produziert werden, ohne jegliche Zollschranken nach Deutschland, wodurch es zu einem erhöhten Konkurrenzdruck auf einheimische Betriebe komme. Das Resultat dieser Entwicklung lasse sich anhand der zahlreichen Insolvenzen deutscher Traditionsunternehmen und den damit einhergehenden Arbeitsplatzverlusten aufzeichnen.

Nach den Worten Ollerts konnte der Demonstrationszug schließlich beginnen. Obwohl die Strecke von den Gerichten stark gekürzt wurde, konnte mithilfe eines Lautsprecherwagens eine umfassende Beschallung der Bevölkerung und der gesamten Stadtmitte gewährleistet werden. Während des Marsches fungierte der bekannte norddeutsche Aktivist Thomas „Steiner“ Wulff als „Moderator“ für die nationalen Demonstranten. Er gab dabei Parolen vor, wie zum Beispiel „Verschrödert, zerstoibert und ausgemerkelt“ oder aber „Gegen System und Kapital – unser Kampf ist national!“, die von den nationalen Demonstranten im Anschluss dann skandiert wurden.

Diese Methode ermöglichte es, unsere Motive durch prägnante Forderungen unters Volk zu bringen. Am Rande der Strecke fand sich dann auch ein Häuflein von ca. 15-20 Links­radikalen ein, deren Geschrei jedoch aufgrund der Lautstärke unserer Parolen unterging. Der Demonstrationszug wirkte trotz der lediglich 150 Teilnehmer recht mächtig, was

Vielleicht an den vielen getragenen Fahnen und Transparenten lag. Besonders gefreut hat die Gutmenschenmafia Wunsiedel sicherlich das Transparent der Freien Kameradschaft Wunsiedel, welches man interessanterweise weder auf einem Foto am nächsten Morgen in der Frankenpost noch in den Sendungen von Oberfranken – TV am selben Abend sehen konnte. Die gleichgeschalteten Medien sollten womöglich den Eindruck vermitteln, es hätten bei der NPD – Demonstration nur Auswärtige teilgenommen.

Als der NPD – Umzug wieder am Ausgangspunkt, dem Wunsiedler Busbahnhof, angelangt war, folgte die Abschlusskundgebung, welche vom Hamburger Rechtsanwalt Jürgen Rieger gehalten wurde. Dieser bemängelte vor allem die fehlende Souveränität bzw. Autarkie Deutschlands nach der Niederlage 1945, welche beispielsweise daran schuld sei, dass US-amerikanische Ölkonzerne nach Gutdünken unsere Spritpreise in die Höhe treiben können. Darüber hinaus erörterte er die Bedeutung der Volksgemeinschaft, die letztendlich der Garant für den derart raschen Neuanfang nach

Kriegsende war. Plötzlich wurde der Redner von zwei heranwachsenden Mädchen unterbrochen: „Ihr habt den Krieg verloren! Ihr habt den Krieg verloren!“ kreischten die beiden Jugendlichen und taten damit ihre erheblichen Geschichtsmängel kund. Jürgen Rieger konterte folgerichtig: „Nein, nicht wir haben den Krieg verloren – das deutsche Volk hat den Krieg verloren!“

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