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26.09.2009

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Die Bundestagswahl 2009 im Wahlkreis Hof - ein Rückblick

Während sich das bundesweite NPD-Bundestagswahlergebnis 2009 im Vergleich zur Bundestagswahl 2009 um 0,1 Prozent geringfügig von 1,6 auf 1,5 Prozent (Zweitstimme) verschlechtert hat, konnte die NPD ihr Ergebnis im Wahlkreis Hof um 0,2 Prozent von 2,3 auf 2,5 Prozent (Erststimme) bzw. um 0,1 Prozent von 1,9 auf 2,0 Prozent leicht verbessern.

Es bleibt also zumindest in manchen Wahlkreisen ein kleiner Lichtblick, der in unserer Region auf den engagierten Wahlkampf des NPD-Kreisverbandes Hof/Wunsiedel zurückzuführen sein dürfte. Im Gegensatz zur Landtagswahl 2008 war diesmal auch im Landkreis Hof unsere plakative Sichtwerbung deutlich wahrnehmbarer.

Im Landkreis Wunsiedel, der NPD-Hochburg im Freistaat Bayern, gelang es uns sogar, mit unserem Direktkandidaten Harald Bestehorn ein Erststimmenergebnis von 3,16 Prozent einzufahren. In den Gemeinden Nagel (Erststimmen: 8,11 Prozent; Zweitstimmen: 6,96 Prozent) und Tröstau (Erststimmen: 5,47%; Zweitstimmen: 4,19%) stellten wir unter Beweis, daß die NPD endgültig zum politischen Faktor im Fichtelgebirge geworden ist, der nicht mehr wegzudenken ist. In Nagel lag unser NPD-Direktkandidat sogar vor den Direktkandidaten von FDP und Bündnis 90/Die Grünen!

Etwas enttäuscht nahmen wir das Ergebnis in der Kreisstadt Wunsiedel (Erststimmen: 4,05%; Zweitstimmen: 3,37 Prozent) zur Kenntnis. Dort verzeichnete die NPD im Vergleich zur Bundestagswahl 2005 Stimmenverluste in Höhe von 1 Prozent (Erststimme) bzw. 1,32 Prozent (Zweitstimme). Wir werden in den nächsten Wochen zu analysieren haben, warum es ausgerechnet in Wunsiedel zu diesen Stimmeneinbrüchen gekommen ist. Ein möglicher Erklärungsansatz ist, daß das überdurchschnittliche NPD-Ergebnis zur Bundestagswahl 2005 von rund 5 Prozent mit auf eine NPD-Kundgebung zurückzuführen war, die damals am Busbahnhof in Wunsiedel wenige Wochen vor der Wahl durchgeführt worden war. Sicherlich dürfte ein Grund für das vergleichsweise schlechte Abschneiden der NPD in Wunsiedel die fehlende öffentliche Präsenz in der Kreisstadt in den letzten Jahren gewesen sein. Vielleicht fehlte dieses Mal aber auch die ungewollte NPD-Werbung durch die Bürgerinitiative "Wunsiedel ist bunt - nicht braun", die wie von uns prophezeit nun endgültig im politischen Nirwana verschwunden zu sein scheint.

Der NPD-Kreisverband Hof/Wunsiedel setzte im Rahmen des Bundestagswahlkampfs 2009 in erster Linie auf Sichtwerbung. Auf eine flächendeckende Flugblattverteilung, wie wir sie zur Landtagswahl 2008 durchgeführt hatten, wurde diesmal aus Zeitgründen verzichtet. Statistische Erhebungen unterschiedlicher Marktforschungsinstitute belegen überdies, daß gedrucktes Werbematerial größtenteils ungelesen im Papierkorb landet - dies gilt sowohl für kommerzielle als auch parteipolitische Werbung. Möglicherweise wird man deshalb in den nächsten Jahren eine neue Strategie entwickeln müssen, die von Flugblattverteilungen im klassischen Sinne abweicht und diesen Instrumente eines modernen Wahlkampfes (z.B. DVD-Verteilungen) entgegensetzt.

Auch die Plakatmotive sind angesichts der Höhe, in der die Plakate angebracht sind, nur bedingt geeignet, um politische Botschaften in die Öffentlichkeit zu transportieren. Viele der darauf abgedruckten Wahlkampfsprüche waren für vorbeifahrende Autos nicht lesbar. Die Alternative hierzu wäre darin zu sehen, die Plakate tiefer zu hängen und daraufhin Gefahr zu laufen, daß diese binnen weniger Stunden durch Linkskriminelle und Gutmenschen entfernt werden würden. Vor allem in den Großen Kreisstädten Selb und Marktredwitz nahm der Plakatdiebstahl in den letzten Wochen ohnehin schon besonders starke Ausmaße an.

In den nächsten Monaten wird der NPD-Kreisverband Hof/Wunsiedel ein Konzept erarbeiten, auf dessen Grundlage der Aufbau funktionierender Parteistrukturen im Raum Hof zu erfolgen hat. Im Landkreis Wunsiedel gilt es, die kommunalen Hochburgen zu stärken, vorhandene Schwachstellen zunächst zu erkennen und sodann zu beseitigen. Insbesondere für die Gemeinden, in denen für die NPD nur magere Ergebnisse von unter 2 Prozent erzielt werden konnten, müssen neue Wege zur Mobilisierung nationaldemokratischer Wähler gefunden werden.

Gleichzeitig sollte die NPD auch zwischen den Wahlen dafür sorgen, daß sie für unsere deutschen Landsleute ständig wahrnehmbar ist. Dies kann sowohl durch Informationsstände und Kundgebungen auf öffentlichen Plätzen als auch mittels öffentlichen Versammlungen in geschlossenen Räumen erfolgen. Um Letztere veranstalten zu können, bedarf es jedoch zunächst geeigneter Räumlichkeiten. Die wenigsten Gastwirte im Raum Wunsiedel sind angesichts der Medienhetze bereit, der NPD für eine Parteiveranstaltung Einlaß zu gewähren. Die Gaststättensituation hat sich für uns in den letzten fünf Jahren leider permanent verschlechtert. An dieser Stelle appellieren wir deshalb an alle couragierten Gastwirte, für die Meinungsfreiheit nicht nur eine bloße Worthülse ist: Setzen Sie sich mit der NPD in Verbindung, stellen Sie der NPD Ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und Sie werden sehen, daß sich die vielen Lügenmärchen, welche durch die Medien über die NPD verbreitet werden, in Luft auflösen!

Als mittelfristiges Ziel ist der NPD-Antritt zu den Kommunalwahlen 2014 im Landkreis Wunsiedel in Angriff zu nehmen. Hierfür müssen wir weiterhin nach Kandidaten und Unterstützern Ausschau halten sowie die notwendigen finanziellen Reserven bilden. Die Bundestagswahl 2009 hat gezeigt, daß die NPD ohne einen kommunalen Unterbau keinen Erfolg haben wird. Dort, wo seit Jahren NPD-Aktivisten für die gesellschaftliche und politische Verankerung unserer Partei kämpfen, konnten auch überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt werden. Über dreitausend (in Zahlen: 3000) Menschen aus dem Wahlkreis Hof gaben der NPD am vergangenen Sonntag ihre Stimme. Es ist längst an der Zeit, daß dieser Teil der Bevölkerung endlich auch in den Parlamenten repräsentiert wird!

In diesem Sinne danken wir all jenen Menschen, die am 27. September 2009 nicht zuhause geblieben sind, sondern der NPD ihre Stimme geschenkt haben! Sie haben uns den Auftrag erteilt, weiterzumachen und nationaldemokratische Politik in die Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte unserer Region zu tragen. Es gibt für uns in den nächsten Jahren viel zu tun, packen wir es also an!

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